Dass Ordnungsbürgermeister Kübler die Videoüberwachung schon zum Erfolg erkläre, bevor überhaupt eine Auswertung stattgefunden habe, bezeichnet der stellvertretende Vorsitzende der Heilbronner Jungsozialisten Christian Eheim als "gewagten Schnellschuss".
"Wenn Herr Kübler das Ergebnis der Befragung offenbar schon kennt, bevor diese stattgefunden hat, wozu führen wir sie dann überhaupt noch durch?", fragt sich Eheim. Eine endgültige Beurteilung der Videoüberwachung könne erst stattfinden, wenn die Fakten auf dem Tisch lägen, so die Jungsozialisten weiter.
Eines stehe bereits fest: Die Stadtverwaltung sei mit dem Versuch, die Videoüberwachung für ihre repressive Drogenpolitik zu instrumentalisieren gescheitert. Eine Politik die nicht die Sucht, sondern die Süchtigen bekämpfe sei zur Erfolglosigkeit verurteilt. Das Prinzip der Videoüberwachung sehe eben nicht die Bekämpfung von Kriminalität, sondern deren Verschieben an andere Orte vor.
Für die Jungsozialisten ist eines sicher: Die Videoüberwachung bedeute kein Plus an Sicherheit, sondern ein Minus an Lebensqualität für alle Bürger.