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Juso-Brunch zur EU-Agrarpolitik

Veröffentlicht am 25.03.2004 in Pressemitteilungen

Fast die Hälfte des EU-Haushaltes kommt dem Agrarsektor zugute – Grund genug, um sich damit näher zu beschäftigen. Deswegen lud der Juso-Kreisverband Heilbronn zum Brunch mit dem Abstatter SPD-Landtagsabgeordneten Ingo Rust (Wahlkreis Eppingen), der seit kurzem europapolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist.

Große Veränderungen in der EU-Agrarpolitik gebe es momentan, so Rust: "Mit der EU-Osterweiterung wird sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche der EU nahezu verdoppeln, in den Beitrittsländern sind mit 13 Prozent der Beschäftigten sehr viele Menschen in der Landwirtschaft tätig. Die Agrarpolitik der Europäischen Union muss sich also sehr stark verändern."

Zudem habe sich bereits in den vergangenen Jahren sehr viel bei der EU-Agrarpolitik verändert: "Bis 2003 sorgten Flächen- und Tierprämie dafür, dass Quantität und nicht Qualität gefördert wurden." Für Rust sind diese Beihilfen unverständlich, er stehe daher voll hinter den neu ausgearbeiteten Prämissen, die in der 'Agenda 2000' festgeschrieben sind: "BSE und Maul- und Klauenseuche haben gezeigt, dass der Verbraucherschutz groß geschrieben werden muss. Wichtig ist zudem ein schonender Umgang mit der Umwelt, eine Pflege der Kulturlandschaften, der Tierschutz und die Entwicklung des Ländlichen Raums", erklärt Rust.

Der Juso-Kreisvorsitzende Christian Steg (Obersulm) ergänzt: "Der Sinneswandel in Brüssel ist zum großen Teile auf die Arbeit der rot-grünen Bundesregierung zurückzuführen. Deutschland ist in Sachen Verbraucherschutz in Europa unbestrittener Vorreiter - und das ist gut so!"

 

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