Internationale Zusammenarbeit wird bei den Heilbronner Jusos groß geschrieben: Eine Juso-Delegation aus dem kroatischen Koprivnica war in den vergangenen Tagen zu Gast im Unterland.
Internationale Zusammenarbeit wird bei den Heilbronner Jusos groß geschrieben: Eine Juso-Delegation aus dem kroatischen Koprivnica war in den vergangenen Tagen zu Gast im Unterland.
Angefangen hatte es zu Beginn vergangenen Jahres: Der Gundelsheimer Josip Juratovic, Mitglied im SPD-Landesvorstand, empfahl den Heilbronner Jusos, Kontakte zu den Jungsozialisten aus seiner Heimatstadt Koprivnica in Nordkroatien aufzunehmen. Als Koordinator der IG Metall-Initiative Novi Most (Neue Brücke) engagiert sich AUDI-Betriebsrat Juratovic seit 1992 für einen dauerhaften Frieden auf dem Balkan: „Insbesondere die Jugend muss lernen, Hass und Gewalt zwischen den ethnischen Gruppen zu überwinden.“ Für den europäischen Einigungsprozess sei es darüber hinaus wichtig, dass auch Kontakte zwischen jungen Menschen aus der EU und den Balkanstaaten stattfinden.
Im vergangenen Frühjahr fuhr eine achtköpfige Juso-Gruppe aus Heilbronn auf den Balkan. Von Mittwoch bis Sonntag fand nun der Gegenbesuch statt, für den die Heilbronner Jusos ein reichhaltiges Programm boten: Gespräch mit Jugendvertretern bei AUDI, historischer Stadtrundgang durch Heilbronn, Besuch der Solarsiedlung Amorbach, der Burgruine Weibertreu und der ehemaligen Synagoge Affaltrach.
Beim Besuch des SPD-Landesbüros in Stuttgart hob die SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt MdB in ihrem Grußwort hervor, dass europäische Kontakte unter Jungsozialisten für ein gemeinsames Europa unverzichtbar sind. Im Gespräch mit Rudolf Hausmann MdL, Generalsekretär der Südwest-SPD, wurde über den Ausgang der jüngsten kroatischen Parlamentswahlen und die Beteiligung von jungen Menschen in den Parteien diskutiert, und der jüngste Landtagsabgeordnete Ingo Rust empfing die Delegation im Landtag.
Zum Abschluss luden die Heilbronner Jusos zum Runden Tisch mit dem Juso-Landesvorsitzenden Hendrik Bednarz (Balingen). Es wurde teilweise kontrovers über die EU-Erweiterung und den Irak-Krieg und seine Folgen diskutiert.
Die Koordinatoren auf beiden Seiten, Tomislav Sitar aus Koprivnica und Christian Steg aus Obersulm, wollen die kroatisch-deutsche Zusammenarbeit fortsetzen: „Wir sind zuversichtlich, dass unsere Generation einmal in einem vereinten Europa leben wird. Damit dieses Europa nicht nur auf dem Papier, sondern auch in unseren Köpfen lebt, ist es unverzichtbar, dass wir junge Europäer uns besser kennen lernen!“