Shariff

Diskussion zur Zukunft der Bundeswehr

Veröffentlicht am 04.05.2007 in Pressemitteilungen

Jusos sammeln Eindrücke auf der Waldheide

Der Einstieg in eine Podiumsdiskussion der Heilbronner Jusos zur Zukunft von Bundeswehr und allgemeiner Wehrpflicht war Anfang Mai 2007 ein eher ungewöhnlicher: Circa 20 junge Menschen machten sich unter Begleitung von Werner Winter von der Heilbronner Friedensbewegung auf, die Waldheide in Heilbronn unter historischen Gesichtspunkten zu erkunden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war diese Stützpunkt der US-Streitkräfte, die dort bis Ende der 80er Jahre Langstreckenraketen stationiert hatten.

„Noch als die ersten Raketen bereits stationiert waren, gab es lange Zeit Volksfeste hier oben, alles unweit der Raketensilos“, berichtete Werner Winter den erstaunten Jusos, die es begrüßten, von einem echten Zeitzeugen über das Gelände geführt zu werden. Auch wenn das Areal größtenteils in kürzester Zeit nach Abzug der Streitkräfte begrünt wurde, konnten sie so ein gutes Bild von den Abläufen und Zuständen sowohl auf als auch vor dem Gelände gewinnen, wo damals nämlich tagtäglich Demonstranten auf die Gefahren der Raketenstationierung aufmerksam machten.

Versorgt mit diesen Informationen ergaben sich ganz neue Perspektiven für die Teilnehmer der anschließenden Diskussion. Auf dem Podium vertrat neben Werner Winter dann auch Feldwebel Rainer Brettschneider, seines Zeichens ebenfalls Juso, seine durchaus kritischen und konsequenten Standpunkte. Durch viele Alternativvorstellungen beider Diskutanten und auch des gesamten Plenums ergab sich eine spannende und zukunftsträchtige Diskussion. Auch wenn beide kaum von ihren Standpunkten abwichen, konnten sowohl sie als auch alle Teilnehmer der Kreisversammlung sicherlich einige neue Aspekte und Denkanstöße mitnehmen.

 

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